TRANSLATOR

Mittwoch, 21. September 2011

Interne Stromversorgung mit ATX-Netzteil

---
Der Betrieb meines Simulators erfordert eine konstante 5 und 12Volt Stromversorgung. Mit 5Volt werden zum Beispiel die Servomotoren für die Gauges (Instrumente), sowie die PIDGHETS-LED-64 zur Steuerung der vielen LED-Anzeigen versorgt. Die gesamte MIP-Hintergrundbeleuchtung, Throttle-Quadrant und andere SIM-Strombezüger brauchen 12Volt. Diese beiden Spannungen sind in jedem ATX-Netzteil für den Betrieb eines Computers vorhanden. Bis anhin hatte ich den Strom aus einem PC abgezapft, welcher im SIM-Netzwerk für die Instrumenenanzeige eingebunden war.  


Neu habe ich mir ein altes ATX-Netzteil besorgt, welches ich nun als selbständiges Kraftwerk zur Erzeugung der benötigten Spannungen umgebaut habe.
Ein ATX-Netzteile starten nur, wenn dieses im PC mit dem Motherboard verbunden ist, was ja üblicher Weise der Fall ist. Wenn dieses aber ohne Motherboard in Betrieb genommen werden muss, so wie bei mir gewünscht, muss das Netzteil am Hauptstecker überbrückt werden. Dies geschieht durch das Kurzschliessen, bzw. Überbrücken des grünen Kabels Nr. 14 (Power on Leitung) mit einem der schwarzen Kabler Nr. 15 - 17 (Masse).

Bei meinem ATX-Netzteil war die Nummer 14 aber grau und nicht grün! Die beiden Drähte wurden abgeschnitten und in eine Klemme geführt. Von dort aus erfolg eine Litzenkabel-Verlängerung bis ins Overhead-Panel zu einem ON/OFF Kippschalter.










ON/OFF Kippschalter: Mit einem Klick lässt sich nun die Hintergrundbeleuchtung mit dem separate ATX-Netzteil vom Sitz aus bequem ein- und ausschalten.












Das 4-polige Kabel (rechts im Bild) führt im PC normalerweise von ATX-Netzteil zu den PC-Komponenten (CD-Laufwerk / Festplatten etc.). Je zwei Kabel zusammen führen 5Volt, bzw. 12Volt. Diese dienen nun als separate Stromversordung für den SIM. Mit einem Multimeter kann die Spannung gemessen werden. Über Steckverbindungen erfolgt der Anschluss an die beiden Ringleitungen zur Stromversorgung innerhalb des SIM.




ACHTUNG: Bei der Arbeit am offenen ATX-Netzteil sind Spannungen von 230Volt vorhanden! Deshalb Vorsicht beim Modifizieren und Testen. Ich übernehme KEINE HAFTUNG für Feuerlöscheinsätze und gekrauste Haare.

Dienstag, 20. September 2011

Die Sommerpause ist vorbei! - Wiederaufnahme der Berichterstattung

-----
Viele Leser meines Blogs haben mich angschrieben und gefragt, ob ich mit meinem Projekt fertig bin und deshalb (leider) keine Posts mehr einstellen würde. Nein, dem ist nicht so. Da gibt's noch viel zu tun. Ich habe einfach eine Sommerpause eingelegt und nur noch ab und zu an meinem SIM gearbeitet.

Mittlerweilen haben schon über 100'000 Personen meinen Blog aufgerufen! Viele interessierte Leser haben sich fest als Blog-Abonnenten eingetragen. Fast täglich erhalte ich e-Mails aus der ganzen Welt mit Anfragen um Hilfeleistungen bei technischen Problemen. Ich versuche wenn immer möglich, diese zu beantworten, sofern die Zeit reicht.

Ab dieser Woche werde ich meine Berichterstattung über die Baufortschritte an meinem SIM wieder aufnehmen. Weiterhin viel Spass und vielen Dank für euer Interesse.

Montag, 21. Februar 2011

Armlehne FO-Side

--
Am Weekend habe ich die linke Armlehne am FO-Sitz modifziert und einem 737er Finish unterzogen: Auf dem Bild  die aufgeschnittene Armstütze. Darin weiss erkennbar der tragende Kern aus hartem Kunststoff. Vorne rechts die Achse für den Befestigungsbolzen. Die schaumgummiartige schwarz Füllmasse sowie die Ummantelung aus grauem Kunststoff konnte leicht entfernt werden.

Aus Fichtenholz wurde eine neue Auflagefläche gefräst (80x428x15mm). Ecken und Kanten abgerundet. Darunter ein 4mm dickes weisses Fliess als Polsterung mit eingeschnittenen Ecken  zur Einfassung. Unter dem Fliess schwarzes Kunstleder (hier ist die Rückseite zu sehen) mit 40mm Überhang auf allen Seiten zur Einfassung.








Die fertige Armstütze von der Seite: Oben die Auflage mit Polsterung aus schwarzem Kunstleder. Darunter eine4mm dicke graue Abdeckplatte.  Diese ist wiederum fest mit dem schwarz gespritzen Traggestell verschraubt











Rechts im Bild die linke Armstütze am FO-Sitz. Diese kann nach oben geklappt werden (wie im Original). Dies empfielt sich vor allem beim Takeoff and Approach, damit der freie Zugang zum Throttle gewährleistet bleibt. Im Reiseflug kann dann der Arm bei Bedarf bequem auf der hinuntergeklappten Armstütze aufgelegt werden.  



Samstag, 5. Februar 2011

FO - Seat Part IV / Das tapfere Schneiderlein

--
So, jetzt geht's ans Eingemachte. Für die neuen Sitze müssen die Polsterungen nach Mass angefertigt werden. Mach ich natürlich selben. Zuerst habe ich mir im Schaumstoffladen entsprechende Schaumpolsterung besorgt und diese dann zu Hause exakt in die passende Form geschnitten. Auf dem Bild die Sitzfläche aus 50mm Schaumstoff. Für die Sitz- und Rückenpolsterung gilt es nun entsprechenden Stoffüberzüge zu nähen.




Aus dem Stoffladen habe ich einige Laufmeter eines graukarrierten und strapazierfähigen Stoffs und Nähfaden gekauft. Auf dem Bild die Papierschablone mit den Massen für die Rückenpolsterung. Benötigt werden zwei solche Teile, dazu ein 5cm breiter Streifen für die Seiten.








Und jetzt ging's los... Mit einer über 60-jährigen BERNINA-Nähmaschine meiner Mutter habe ich die verschiedenen Stoffteile rückseitig zusammengenäht. Was für eine Arbeit für mich! Nach einigen Übungsversuchen klappte es dann doch noch. Na ja, das Nähen ist nicht so mein Ding. Aber was sein muss - muss sein.






Detailaufnahme: Ecke eines feriges Polsters. Die Farbe passt recht gut zum 737er-Interieur. Mit dem Ergebnis bin ich schlussendlich doch mehr als zufrieden.  
 








Rechts das Rückenpolster, links das Sitzpolster mit Ausschnitt für die Lenksäule für den FO-Sitz. Die Überzüge wurden unten mit je mit einem Klettverschluss verschlossen. Die Montage auf dem Sitz erfolgt dann auch mit einem Klettverschluss. Damit kann die Polsterung bei Bedarf einfach wieder abgenommen werden. Ich freue mich schon jetzt auf die Anfertigung der PIC-Einheit. Zuerst muss aber die Nähmaschine wieder abkühlen. Auf die Nerven des 'tapferen Schneiderleins' wurden etwas strapaziert und bedürfen einer kurzen Erholung...

Sonntag, 23. Januar 2011

FO-Seat / Part III

--

Die Aufbauarbeiten am FO-Sitz gehen weiter.  Auf dem Grundgestell erfolgte der massive Holzaufbau bis auf eine Höhe von 42cm über Boden. Darauf folgt die Montage der Sitzplatte. Der Sitz kann nach wie vor durch das Schienensystem nach vorne und hinten geschoben werden. Das erleichtert das Einsteigen im engen Cockpit: Sitz zurückfahren; einsteigen; Sitz nach vorne bis zur Lenksäule - so wie im Originabetrieb. 











Der FO-Sitz von vorne: Die Sitzpolsterung habe ich aus 5cm dickem Schaumstoff nach Mass zugeschnitten. Das grüne Sitzpolster ist dabei etwas fester als das gelbe Rückenpolster. Darauf befindet sich noch eine Lage aus grauem 2cm dicken Noppenschaumstoff. Die Polsterungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in Stoff-Überzüge eingenäht und fix am Sitz montiert.
Vorne an der Sitzkante ist der Einschnitt für die Lenksäule zu erkennen.















Der Sitz von der Seite: An der Rückwand der Sitzlehne der neue Aufbau, gefertigt aus 8mm MDF gestrichen in RAL 9011. Der Abschluss oben ist in schwarzem Kunstleder gefertigt. Der Sitz steht in der Originalstellung. Die Lenksäule fährt beim Hochziehen in den dafür vorgesehene Ausschnitt an der Sitz-Vorderkante.


Seitenansicht: Der Sitz wird demnächst noch rundherum verschalt und mit dem benötigten Equipment ausgerüstet. Gut zu erkennen die Mechanik zur Verstellung der Rückenlehne sowie das Schienensystem für die Vor- und Rückwärtsverstellung. Nun bin ich noch auf der Suche nach einem geeigneten 5-Punkt Sicherheitsgurt.

Montag, 17. Januar 2011

FO-Seat / Part II

--
Nach einer kurzen Pause geht's endlich weiter mit dem Umbau des FO-Sitzes:
Nach dem Anbringen der Rücken- und Rückwandabdeckung wurden die Seiten vorbereitet, damit die entsprechenden Abdeckungen eingelassen werden konnten. Mit den Klammern wurden innwendig Anschlagleisten eingeleimt. Zwischen den Holzkonstruktionen ist der Stahlrahmen (noch) sichtbar. Links unten die Vorrichtung aus Stahl zur Anbringung der einklappbaren linken Armstütze. Diese wurde vorher demontiert und erfährt zu gegebener Zeit ein separates Finish...













Der FO-Sitz von der rechten Seite aus gesehen:
Die Seitenwände sind eingepasst und montiert.
Das Ganze sieht so natürlich noch etwas nackt und sperrig aus. Das wird sich aber bald ändern.


Die rechte Seite wurde mit einem Watte-Fliess überzogen und festgetackert. Darüber folgt anschliessend der Überzug aus grauem Kunstleder.

Der FO-Sitz von vorne nach dem Überzug der beiden Seiten mit Kunstleder: Überzogen wurde nur der später noch einsichtbare Teil des Sitzes. An der Rückenlehne wird später auf die noch sichtbare MDF-Platte die neue Rückenpolsterung mittels einem 8mm dicken Schaumstoff angebracht, welche nach Mass zugeschnitten werden muss. 
Detailaufnahme: Gelenkkopf an der linken Sitzseite mit fertiger Verkleidung aus grauem Kunstleder. Der Teufel steckt im Detail, wie immer. Viel Arbeit für einen kleinen Teil.  
Der FO-Sitz von hinten: Der mittlere Teil des Sitzes wird demnächst mit einem weiteren Aufbau ausgerüstet, so wie im Original. Darin wird ein Boddy-Shaker verstaut. Von den beiden schwarzen Streifen und dem sichtbaren Holzteil in der Mitte wird später nichts mehr zu sehen sein. Weiter werden die Abschlussarbeiten an der Oberseite der Sitzlehne unter Miteinbezug der Kopfstütze folgen. Diese wird auch modifiziert und mit einem 737er-Look ausgerüstet. Sobald diese Arbeiten abgeschlossend sind, wird die Sitzfläche ausgearbeitet. Polstermontage und Bau des Untergestells erfolgen ganz am Schluss. Also, bis später wieder, bald geht's weiter...



Sonntag, 9. Januar 2011

FO-Seat / Beginn Umbauarbeit

--

Die beiden im Cockpit verwendeten Sitze stammen bekanntlich aus einem Personenwagen CHRYSLER VOYAGER LE. Diese habe ich ganz zum Beginn des Projektes auf dem Autoabbruch für wenig Geld gekauft. Zwar sind die Sitze äusserst bequem und passen farblich einigermassen in den SIM, ganz jedoch trotzdem nicht. Die Sitze sind zum einen etwas zu breit, zum anderen lässt sich die YOKE-Säule nur bis zur Sitzkante ziehen und nicht wie im Original, in den dafür vorgesehene Einschnitt in der vorderen Sitzkante. Nachdem ich mir die Masse von original 737-Cockpitsitzen besorgt hatte, verglich ich die Daten (Sitzbreite, Höhe, Verstellmechanismus etc.) mit den vorhandenen Sitzen. Nach etlichen Ausmessarbeiten stellte sich heraus, dass die Grundgestelle der vorhanden Autositzen in etwa mit den Originalmassen der 737er überein stimmten! So entschloss ich mich, die Sitze umzubauen um ihnen künftig einen würdigen 737-Look zu verpassen.

Zuerste wird der FO-Sitz umgebaut: Als erstes habe ich sämtliche Polsterung entfernt werden. Der Sitz gibt nun einen Einblick in die Gundstruktur und Mechanik. Auf dieses Gerippe wird anschliessend der neue Sitz in den 737-Massen aufgebaut.  








Auch die alte Unterbaukonstruktion wurde komplett demontiert. Auf dem Bild der graue original-Zwischenaufsatz, welcher nicht mehr gebraucht wird und ins Altmetall wandert. Durch die Eliminierung dieses Teils wird die eigentliche Sitzkonstuktion um einiges schmäler. Dadurch bleibt mir mehr Spielraum für die Gestaltung der neuen Sitzverankerung. 





Der Unterboden des Sitzes wurde direkt auf die Bodenplatte montiert. Zu erkennen sind die ersten Aufbauarbeiten aus Holz, worauf später die neue Sitzplatte aufgeschraubt wird. Dabei galt es zu beachten, dass die Mechanik mit den Gleitschienen zum Verschieben des Sitzes weiterin funktioniert. Dazu bedurfte es einiger Umbau- und Anpassungsarbeiten am Gestell selber. Aber am Schluss passte alles wieder zusammen, so wie ich mir das vorgestellt hatte.



Der FO-Sitz von hinten gesehen: Gut erkennbar sind die in die Rückenlehne eingearbeiteten Querträger aus Holz zur Befestigung der neuen Verschalung. Auf der Rückseite ist die Rückenlehne aus 10mm MDF im Rohbau erkennbar. Die Auflagepunkte wurde so angebracht, dass die Rückenlehne eine leichte Wölbung nach innen aufweist. Später wird dann die Sitz-Rückwand angebracht, an welcher der restliche Aufbau befestigt wird. Weiter erfolgt die Rundum-Verschalung des Sitzes. Da wartet noch viel Schreinerarbeit auf mich. 

Ganz zum Schluss erfolgt die Fertigung der neuen Sitzpolster aus Schaumstoff für die Sitzflächen und Rückenlehnen. Mal sehen, ob ich da noch eine gute Fee zum Nähen der Überzüge finde... ich hab da schon so eine Idee...   

Also bis später; wünsche allen Lesern einen guten Start in die neue Woche...








Sonntag, 19. Dezember 2010

Sitzverankerung / Bodenbeleuchtung

-
Als kleine Arbeit zwischendurch habe ich eine einfache Verkleidung für den Unterbau der beiden Flugheugsitze erfertigt. Aus 5mm MDF zugeschnitten und mit dem 50mm-Kronenbohrer je 6 runde Aussparungen geschnitten. Anschliessend mit RAL 7011 gestrichen und zum Finish mit einigen Metallteilen und Aufkleber zur Deko ergänzt.
Weiter wurden zwei Beleuchtungs-Einheiten mit je 15 LED's an die 12-Volt Zuleitung angeschlossen und zur Montage unterhalb des PEDESTAL links und rechts vorbereitet.

Fertig montiert und in Betrieb genommen wird der Cockpitboden dezent ausgeleuchtet und gibt dem Flightdeck eine besondere Note.

Montag, 13. Dezember 2010

Groundfloor / Cockpitboden

-
Mein Flightdeck steht auf einer 30mm dicken massiven Schichtholzplatte. Der Holzuntergrund eignet sich bestens für die Befestigung des Cockpit-Aufbaus.

Da nunmehr die groben Innenausbauarbeiten abgeschlossen sind und keine weiteren Installationen am Boden geplant sind, habe ich dem gesamten Flightdeck im Innenbereich eine angemessene Bekleidung verpasst. Dazu musste ich das gesamte am Boden installierte Equipment wie der TQ, die beiden Steuersäulen sowie die Flugzeugsitze ausbauen. Als Untergrund auf den Cockpitboden verwendete ich dunkelgraue Industrie-Teppichplatten im Masse 50x50cm zum Verlegen. Abgeklebt mit Teppichklebeband. Bei Bedarf kann ich später jeweils nur einzelne Teppich-Teilstücke entfernen, wenn Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen. Ausserdem wäre die Verlegung mit einem Stück viel aufwändiger zum Ausschneiden und am Schluss auch viel teurer geworden, da aufgrund der vorgegebenen Rollenbreite mit einer grossen Teppich-Restmenge zu rechnen war.

Am Schluss wurde das Equipment wieder eingebaut und angeschlossen. Der Cockpit-Innenraum fühlt sich nun behaglicher und auch vom Raumklang her realistischer an. Der Schall des Sub-Woofers wird besser auf den gesamten Innenraum verteilt. Jetzt heisst es vor dem Boarding: Please clean shoes before enter the Flighdeck...






Sonntag, 12. Dezember 2010

Verkabelung MIP - Blick hinter die Kulissen

Eine aufwändige Arbeit am Homecockpit stellt für mich immer wieder die Verkabelungen der div. Schalter, Regler, Rotarys, Potis, Taster und dergleichen dar.

Hier am Beispiel im Mittelteil am MIP: Die Regler und Schalter dienen sowohl der Einstellung beim Schub- und Bremsverhalten, wie auch der Flaps-Stellung der B737-800. Von vorne gesehen ganz einfach... Nur ein paar Drehschalter und LED's.


Ein Blick hinter die Kulissen zeigt die Anschlüsse mit der entsprechenden Verkabelung in der ganzen Komplexität. Als Kabel wird  vom dünnen 2-Litzen-bis zum fingerdicken 12-adrigen Netzwerkkabel verwendet. Die Lötarbeiten sind für mich jeweils eine Herausforderung. Die Arbeiten haben meist auf engstem Raum zu erfolgen. Als Alternative müssen die entsprechenden Einheiten zuvor aus- und nach der Verkabelung wieder eingebaut werden.

Die Anschlüssen werden zur IO/Card geführt und von dort aus mit FSUIPC in die SYSTEMSTEUERUNG eingebunden. Schätzungsweise habe ich bis heute rund 200 Meter Kabel aller Arten in meinem Flightdeck eingebaut! 

Viel Arbeit hinter den Kulissen, die kaum wahrgenommen wird... 

Sonntag, 5. Dezember 2010

TILLER (Bugrad-Steuerung) FO-Side

-
Mit dem sog. STEERING-TILLER, oder nur TILLER genannt, wird das Flugzeug am Boden beim Rollen und Parkieren durch den PIC mit der linken Hand gesteuert. Dabei wird nur das Bugrad gelenkt. Das Seitenleitwerk ist entkoppelt. Der TILLER reagiert nur bis etwa 25 Knoten am Boden auf Lenkbewegungen. Darüber braucht es wieder die Pedalen zur Steuerung. Der TILLER muss zudem mit einem Schutzschalter bei Gebrauch aktiviert- und vor dem Take-offt wieder deaktiviert werden.

Die Originalmasse habe ich im Internet 'ergoogelt' und eine Papierschablone hergestellt. Weiter habe ich ein 470K-Ohm Potentiometer mit 360°-Wirkungskreis verdrahtet und ein entsprechendes Gehäuse aus Holz gefertigt. Darin wird das Potiometer eingepasst und mit der Deckplatte fest verschlossen.







Das Potentiometer des TILLERS habe ich über eine Verlängerung mit den Innereien des alten 3D FORCE  Joy-Sticks angeschlossen: Eingebaute Schubregelung weg - Kabel gekappt - neu verlötet und mit je einem Schrumpfschlauch (ROT im Vordergrund) gegen Kurzschluss gesichert.
Das neue TILLER-Signal wird im FSUIPC erkannt und der entsprechenden Funktion (TILLER) zugeordnet. Mit ein paar Clicks erfolgt die Kalibration zur Bestimmung der beiden Anschläge RIGHT und LEFT, sowie der Mittelstellung CENTER.


Der ausgeschlachtete Joy-Stick Controller wird wieder im PEDESTAL verstaut. Dort leistet er still und unsichtbar seine wertvolle Dienste.
Zwischen dem PEDESTAL und dem TQ liegt die COOLIE-HAT Einheit zur Steuerung der Aussenansichten. Die Herstellung und Funktion habe ich im vorherigen Blog beschrieben.








Der fertigte PIC-TILLER in Form eines '1/3-Lenkrades' ist an der linken Cockpitseite fertig eingebaut und betriebsbereit. Den TILLER habe ich aus 25mm MDF gefräst, geschliffen und mattschwarz gefärbt. Ebenso die dazugehörende halbrunde Platte mit den Postionsangaben CENTER / RIGHT und LEFT. Der TILLER sitzt fest auf der Potentiometer-Nabe und ist mit einem Stahlstift durch den Schaft fixiert. Von oben ist die Nabe zudem mit einer weissen Abdeckscheibe verschraubt.

 (Click Image to enlarge)

So habe ich für ein Paar Franken/Euros einen funktionierenden TILLER erstellt. Nun macht das Rollen am Boden noch mehr Spass. Fertig ist die Pedalentreterei... So muss es sein.  




Samstag, 4. Dezember 2010

Empfehlung: TWEAKING and TUNING für FSX.cfg

-
Auf http://www.venetubo.com/fsx.html gibt es vom 'Flusi-Guru' Jesus Altuve (Bojote) ein Online-Tool zur Einstellung und Optimierung der FSX.cfg. Ich hab's einfach mal ausprobiert und bin vom Ergebnis begeistert! Mit der online erhaltenen neuen FSX.cfg hat mein System nochmals einen Performence-Sprung nach vorne gemacht. Bis anhin war ich der Meinung, durch manuelles Tuning in der FSX.cfg mein System bestmöglich eingestellt zu haben, was aber offenbar nicht ganz der Fall war.
Ausprobieren schadet- und kostet für einmal nichts.

So funktionierts: Fragen zum System beantworten und Link zur bestehenden FSX.cfg auf eurem Rechner angeben. Abschicken - sofort erhält man eine massgeschneiderte Rückmeldung mit Verbesserungsvorschlägen zur Optimierung. Mit einem weiteren Klick kann eine neue FSX.cfg angefordert werden, welche durch die bestehende ersetzt wird. Vorher Sicherung der bestehenden FSX.cfg nicht vergessen.  
Der Service ist völlig umsomst. Vielen Dank an den Anbieter.






YOKE / COOLIE-HAT

-
Die bisherigen SAITEK Steuerhörnern waren mit einem sog. Coolie-Hat ausgerüstet. Dies ist ein 8-Weg-Rundblickschalter und dient zur Kamerasteuerung in der Aussenansicht.
Auf den neuen YOKES von ACE sind diese richtigerweise nicht mehr vorhanden, da es sich um 1:1 Nachbildungen der Originale eines 737-Yoke handelt.



Um trotzdem auf die gewohnten und geschätzten Funktionen eines Coolie-Hat nicht zu verzichten müssen, habe ich aus einem alten FORCE 3D - Joystick die entsprechende Einheit ausgebaut und das Verbindungskabel verlängert (gelber Schrumpfschlauch). Die selbständige Einheit mit dem Coolie-Hat und vier Tasten (links unten im Bild) habe ich nun auf dem Pedestal vorne in der Mitte montiert, von wo aus nun die gewünschten Flugzeug-Ansichten durch den PIC und FO leicht zugänglich ein- und ausgeschaltet, bzw. gesteuert werden können. Der Anschluss erfolgte über USB und wird im Gerätemanager weiterhin als Joystick erkannt. Im Gerätemanager müssen dann die nicht benötigten Achsen und Schalter deaktiviert werden.


Mit dem vorhandenen Schubregler am Joystick kann via FSUIPC auch der 'Tiller' zur Steuerung des Bugrades am Boden beim Taxi und Parking genutzt werden. Ausprobiert habe ich dies schon, klappt tip-top. Bei Gelegenheit werde ich einen solchen Steering-Tiller anfertigen und in Betrieb nehmen.  

Sonntag, 28. November 2010

YOKE - Aircraft Controls Engineering (ACE)

-
Nach fast 3-monatiger Lieferfrist sind die beiden bestellten YOKES der Firma Aircraft Controls Engineering (ACE) eingetroffen. Je einer für die CAPTAIN-SIDE (PIC) und FIRST-OFICER-SIDE (FO). Die beiden 737-Steuersäulen kamen aus KANADA, verpackt in soliden Holzkisten. Die Qualität des Produktes ist hervorragend! Top-Ausführung, in allen Belangen. Gefertigt aus Alu und weiteren hochwertigen Materialien. Montiert auf einer Stahlplatte zur Fixierung auf dem Cockpitboden. Zum Leben erweckt wird der YOKE mit einem USB-Anschluss.





 
Die beiden YOKES sind schnell im Flightdeck eingebaut und an den Flusi-Rechner angeschlossen. Die Konfiguration der einzelnen Schalter und Knöpfe erfolgt wie gewohnt über FSUIPC. Glechzeitig mussten die Zuweisungen in den entsprechenden Controllern im Flusi deaktiviert werden, um Funktion-Doppelbelegungen zu vermeiden. Zum Schluss wurden die Steuerung des Höhen- und Seiterruder via FSUIPC neu kalibriert und eingestellt... und ab ging's in den siebten Himmel...







Das Feeling ist perfekt! Die Zugkraft der beiden Achsen fühlt sich wie im Original an. Kein Vergleich mit dem ehemaligen SAITEK-Flugsteuerhorn, obwohl dieses bis gestern unsere HB-W266 auch unzählige Male sicher auf die Pistenschwelle führte. In der Mitte des Steuerhorns das nützliche Clipboard mit den wichtigsten Sequenzen der einzelnen Flugphasen mit gelben Punkt zur Markierung.
Was will man(n) mehr...
Bis später - Thomas 

Mittwoch, 17. November 2010

Hongkong Kai Tak RWY 13 IGS / Nachtanflug

--
Der in Hongkong gelegene Flughafen Kai Tak, berüchtigt wegen seines komplizierten Anfluges und den meistens vorherrschenden schweren Winden, war einer der am schwierigsten anzufliegenden Flugplätze der Welt. Er war Basis der Fluggesellschaften Cathay Pacific, Air Hong Kong, Hong Kong Airways und Dragonair und gehörte bis zu seiner Schliessung am 6. Juli 1998 zu den meistfrequentierten Verkehrsflughäfen der Welt.


Obwohl der ehemalige int. Airport von Hongkong Kai Tak seit über 12 Jahren nicht mehr existiert, gehört er bei den Flusianern mit Sicherheit nach wie vor zu den beliebtesten Anflügen. Der Anflug 13 IGS wird manuell geflogen. Kurz vor dem Final erfolgt eine 70°-Rechtskurve auf Sicht zur Pistenschwelle. Schon bei leichtem Crosswind gehören Schweissperlen auf der Stirn zum Standardprogramm.  






HONGKONG INT. AIRPORT KAY TAK
Instrument Approach Chart mit Instrument Guidance System (IGS) auf RWY 13


Auf dem Video der Endanflug bei Nacht mit leichtem Crosswind




Montag, 8. November 2010

Jubiläum! Bereits über 50'000 Besucher auf www.b737home.blogspot.com

--




Seit dem Start unseres Blogs im Frühjahr 2009 haben bereits über 50'000 Besucher unsere Site besucht. Dafür bedankt sich das Team unseres Projektes bei seiner treuen Fangemeinschaft und freut sich umso mehr über die vielen erhaltenden Anregungen und Komplimente für unser B737-800NG Homecockpit aus aller Welt.

Als kleine Belohung haben wir einen kurzen Sonntagsflug von Zürich nach Genf für euch abgeflogen. Aufgezeichnet mit unserem HD Recorder.

Wir wünsche Euch viel Spass
Thomas & Nils