TRANSLATOR

Sonntag, 12. September 2010

Konstruktion Dachfenster FO-Side und PIC-Side - UPDATE

Im Cockpit der B737 befinden sich je zwei kleine 'Dachfenster', durch welche einen Blick nach oben ins Freie ermöglicht wird.

Hier auf dem Bild die grünen 'Oberlichter', welche es zu gestalten- und in den Cockpitrahmen einzufügen sind.


Als Material habe ich im Baumarkt eine 80mm dicke Hartschaumstoff-Isolierplatte gekauft. Daraus möchte ich die vier Fensterrahmen erstellen. Als Werkzeug dienen Messer, Säge, Feile und Schleifpapier...


Zuerst mussten die Masse an der Dachkonstruktion abgenommen und auf die Platte übertragen werden. Rot der Aussenrahmen. Dazu grün eingezeichnet der Aussen-Umriss des Fensters mit dem kleineren Rahmen als Innen-Umriss Dieser konisch verlaufende Teil gilt es nun aus dem Block auszuarbeiten...
Nach ungefähr einer Stunde Arbeit hat der Rohling seine Form bekommen. Dieser muss nun verspachtelt und geschliffen werden. Eine entsprechende Spachtelmasse ist im Testlauf, muss sich diese doch mit der leicht porösen Oberfläche der Schaumstoffplatte binden. Später wird das Fenster dann in den Rahmen eingepasst und zum Schluss in RAL 7011 gestrichen. So stelle ich mir das jedenfalls vor. Klappt's nicht, muss eine andere Lösung her nach dem Motte: Geht nicht - gibt's nicht...

Fortsetzung vom 14. September 2009

Und es hat geklappt...
Nunmehr habe ich alle vier Fenster aus der Hartschaumstoffplatte geschnitten. Was für eine Arbeit. Bis dato die für mich aufwändigste und mühsamste Arbeit, welche ich an meinem Homecockpit gemacht habe. Alles Milimeterarbeit. Dazu das filigrane Material. Stellenweise sind die Rahmen nur 5mm dick. Da brauche es viel Geduld und Ausdauer bei der Bearbeitung, damit keine Fehlschnitte erfolgen. Ein solcher... und... alles wäre umsont gewesen. Pro Fenster investierte ich schlussendlich ca. 2 Stunden. Nachdem die Rahmen geschliffen und gespachtelt und nochmals  geschliffen und gespachtelt wurden, habe ich diese mit einer hellen Deckfarbe grundiert. Hier liegt die Tagesausbeute nach der Endverspachtelung zum Trocknen an der Sonne...

Einer meiner kostbaren Stücke von hinten gesehen: Hier ist der eigentliche Rahmen erkennbar, welcher dann über der Frontscheibe in die Tragkonstruktion passgenau 'eingesteckt' wird.  
Die Grundierung wurde aufgebracht. Morgen werden die Rahmen dann mit der Farbe RAL 7011 bemalt und am Schluss lackiert. Die Duplikate kommen den Originalteilen recht nahe. Vieleicht bekomme ich ja von BOEING künftig einen Zulieferauftrag...
Detailaufnahme der aufwändig ausgeschnittenen Ecken: Wieder einmal ist Nicht im rechten Winkel. Alles schräg und verdreht. Deshalb eine der grössten Herausforderung am laufenden Projekt.

Bin gespannt, wie die Fenster dann nach dem Endausbau ausschauen... Cooool... 


Kommentare:

  1. Hallo,

    erstmal: Ich find das echt Klasse was du/ihr da bis jetzt gebaut habt/hast! Das sieht ja aus wie echt (ich war zwar noch nie in nem Cockpit aber ich bin mir sicher, dass es so aussieht ;-])


    Ich hab aber drei Fragen:

    1. Was seit ihr von Beruf? Die elektronischen und programmiertechnichen Aufgaben sind ja doch ziemlich komplex. Macht ihr so etwas auch als Beruf?

    2. Seid "echte" Piloten, also keine Berufs sondern Hobby-Piloten?

    3. Was hat euch das Ganze bis jetzt gekostet?

    Bereits auf die Antwort wartend,
    Lukas

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Lukas, vielen Dank für dein Interesse an unserem Projekt.
    Nils ist Elektriker und PC-Spezialist. Ich bin eher der Kopf und Handwerker und habe schon einige tausend Stunden mit der Materie verbracht. Vor einigen Jahren hatte ich die Privatpiloten-Lizenz, bin also fliegerisch schon vorbelastet. Über Kosten spricht man nicht... selbst wenn ich diese wüsste. Wir machen fast alles selber aus Materialien aus dem Baumarkt. Die PC-Hardware wurde teilweise gekauft.

    Wenn du mal in der Nähe von Zürich bist, laden wir dich gerne für einen Rundflug ein...
    Gruss aus der Schweiz - Thomas

    AntwortenLöschen